Donnerstag, 14. Mai 2026

„Wer ist denn dieser?“ — Die Offenbarung Jesu zwischen Sturm, Kreuz und brennendem Herzen

Liebe Geschwister,
es gibt Momente im Leben, in denen alles ins Wanken gerät. Äußere Stürme brechen herein:

- Angst

- Krankheit

- Schuld

- Zerbruch

- Hoffnungslosigkeit

Und manchmal erleben wir auch innere Stürme:

- Zweifel

- Leere

- Geistliche Müdigkeit

- Unruhe des Herzens

Genau in eine solche Situation hinein spricht das Evangelium. Die Frage ist dabei nicht zuerst: „Wie groß ist mein Problem?“
Sondern: „Wer ist Jesus?“
Denn alles entscheidet sich an dieser Frage.

1. Jesus offenbart seine göttliche Vollmacht

Lukas 8,22–25
Die Jünger sitzen mit Jesus im Boot. Plötzlich erhebt sich ein gewaltiger Sturm. Das Wasser schlägt ins Boot hinein. Erfahrene Fischer geraten in Panik. Und Jesus schläft.
Ist das nicht manchmal auch unser Leben?
Wir beten. Wir kämpfen. Wir rufen zu Gott. Und es scheint, als würde Jesus schlafen.
Die Jünger wecken ihn voller Angst: „Meister, Meister, wir kommen um!“ Lukas 8,24
Und dann geschieht etwas Gewaltiges: Jesus steht auf und bedroht Wind und Wellen.
Sofort wird es still.
Das Entscheidende ist: Jesus bittet nicht um Hilfe. Er spricht mit Autorität.
Warum? Weil im Alten Testament Gott allein Herr über das Meer ist.
„Du beherrschst das Toben des Meeres.“ Psalm 89,10
Die Jünger erkennen plötzlich: Hier ist mehr als ein Prophet. Hier steht Gott selbst im Boot.
Darum fragen sie erschrocken: „Wer ist denn dieser?“ Lukas 8,25
Das ist die wichtigste Frage unseres Lebens.
Nicht:

- Wie religiös bin ich?

- Wie viel weiß ich?

- Wie stark ist mein Glaube?

Sondern: Wer ist Jesus wirklich für mich?

2. Jesus hat Macht über die sichtbare und unsichtbare Welt

Direkt nach der Sturmstillung begegnet Jesus dem Besessenen von Gerasa.
Lukas 8,26–39
Dieser Mensch ist zerstört:

- Isoliert

- Gebunden

- Gequält

- Unfähig frei zu leben

Die Dämonen nennen sich:
„Legion.“ Lukas 8,30
Das ist ein militärischer Begriff. Er beschreibt fremde Herrschaft und Unterdrückung.
Und wieder genügt ein Wort Jesu.
Die Dämonen müssen weichen.
Warum stehen diese Geschichten nebeneinander?
Weil Jesus zeigen will:
Er hat Macht über Naturgewalten.
Er hat Macht über Finsternis.
Er hat Macht über Angst.
Er hat Macht über den zerstörten Menschen.
Das Reich Gottes beginnt dort, wo Jesu Herrschaft sichtbar wird.

3. Das Reich Gottes ist anders als diese Welt

Wir leben in einer Welt voller Machtkämpfe. Menschen suchen:

- Kontrolle

- Anerkennung

- Stärke

- Einfluss

Doch Jesus sagt: Mein Reich ist anders.
Das Reich Gottes wächst nicht durch Gewalt. Sondern durch:

- Liebe

- Wahrheit

- Demut

- Barmherzigkeit

- Gehorsam

Darum sagt Paulus: „Die Frucht des Geistes ist der Charakter Christi selbst.“ Galater 5,22–23
Und Jesus sagt in: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Matthäus 25,40
Das Reich Gottes zeigt sich nicht zuerst in Worten — sondern in verwandelten Menschen.

4. Die Gefahr geistlicher Blindheit

Und hier wird die Predigt unbequem.
Denn man kann:

- Die Bibel lesen

- Theologie studieren

- Religiös aktiv sein

- In Gemeinden dienen

und trotzdem Christus nicht wirklich kennen.
Genau das war das Problem der Schriftgelehrten.
Jesus sagt: „Ihr erforscht die Schriften … und wollt nicht zu mir kommen.“ Johannes 5,39–40
Wissen allein rettet nicht.
Man kann viel über Jesus reden — und dennoch innerlich leer bleiben.
Denn Gott sucht nicht nur informierte Köpfe. Er sucht verwandelte Herzen.

5. Wahre Nachfolge kostet das alte Leben

Darum ruft Jesus: „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme täglich sein Kreuz auf sich.“ Lukas 9,23
Das Kreuz bedeutet: Der alte Mensch soll sterben.
Nicht nur schlechte Gewohnheiten — sondern die Selbstherrschaft des Menschen.
Wir möchten oft:

- Jesus als Helfer

- Jesus als Tröster

- Jesus als Problemlöser

Aber nicht immer Jesus als Herr.
Doch Nachfolge bedeutet:

- Meinen Stolz loslassen

- Meinen eigenen Weg loslassen

- Meine Kontrolle abgeben

Christus ruft uns nicht zur Bewunderung. Er ruft uns zur Hingabe.

6. Das brennende Herz der Emmausjünger

Nach der Auferstehung laufen zwei Jünger traurig nach Emmaus.
Lukas 24,13–35
Jesus geht mit ihnen — doch sie erkennen ihn nicht.
Warum?
Weil geistliche Erkenntnis mehr ist als äußeres Sehen.
Jesus öffnet ihnen zuerst die Schrift. Er zeigt: Die ganze Bibel weist auf ihn hin.
Dann sagen die Jünger: „Brannte nicht unser Herz in uns?“ Lukas 24,32
Das ist wahres Christentum: Nicht bloß Tradition. Nicht bloß Religion. Nicht bloß Wissen.
Sondern ein Herz, das von Christus berührt wurde.

7. Christus in uns — das Ziel des Evangeliums

Das Evangelium endet nicht bei Vergebung.
Es geht weiter.
Paulus schreibt: „Christus in euch — die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Kolosserbrief 1,27
Und: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ Galaterbrief 2,20
Das ist das Ziel: Jesus möchte nicht nur bei uns sein — sondern in uns leben.
Darum verändert echte Begegnung mit Christus:

- Das Denken

- Das Reden

- Den Umgang mit Menschen

- Unsere Wünsche

- Unser Herz

Wo Christus lebt, entsteht Sehnsucht nach:

- Wahrheit

- Heiligkeit

- Gemeinschaft

- Liebe

- Gehorsam

Die entscheidende Frage bleibt: „Wer ist denn dieser?“ Lukas 8,25
Ist Jesus nur:

- Eine religiöse Figur

- Eine Tradition

- Wissen

- Theorie

Oder ist er wirklich:

- Herr

- Erlöser

- König

- Das lebendige Wort Gottes

Der Sturmstillende, der Befreier, der Gekreuzigte, der Auferstandene — ruft uns heute zur echten Nachfolge.
Nicht zu äußerer Religion. Sondern zu einem neuen Herzen.

Mittwoch, 13. Mai 2026

„Komm!“ – Nachfolge im Sturm und in der Vollmacht Christi

Matthäus 14,22–33 (Petrus auf dem Wasser)
Matthäus 10,1–15 (Die Aussendung der Jünger)

Viele Menschen wünschen sich einen Glauben ohne Kampf.
Einen Glauben, der Sicherheit garantiert, Probleme fernhält und das Leben einfacher macht.
Doch das Neue Testament zeichnet ein anderes Bild.
Jesus ruft Menschen nicht in einen bequemen Kurpark, sondern in eine Nachfolge, die durch Stürme führt. Er sendet seine Jünger mitten hinein in eine Welt voller Widerstand, Zweifel und Ablehnung. Und trotzdem gibt er ihnen etwas Entscheidendes mit:

- Seine Vollmacht.

Nicht ihre eigene Stärke sollte sie tragen, sondern die Gegenwart Christi.

1. Jesus ruft – der Anfang liegt bei ihm

„Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht …“ Matthäus 10,1
Die Jünger haben sich ihren Auftrag nicht selbst ausgesucht.
Alles beginnt damit, dass Jesus ruft.
Das ist wichtig: Christlicher Dienst beginnt niemals mit menschlicher Größe, sondern mit göttlicher Berufung.
Die Jünger waren keine perfekten Menschen:

- Petrus war impulsiv

- Thomas zweifelte

- Die anderen hatten Angst und versagten oft

Und trotzdem ruft Jesus genau sie.
Warum? Damit sichtbar wird: Die Kraft kommt nicht aus dem Menschen, sondern aus Gott.

2. Vollmacht bedeutet nicht Bequemlichkeit

Jesus gibt den Jüngern Vollmacht – aber gleichzeitig sagt er: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ Lukas 10,3
Das Evangelium verspricht keinen einfachen Weg.
Die Jünger sollten erleben:

- Ablehnung

- Widerstand

- Verfolgung

- Missverständnisse

Und genau das erleben Christen bis heute.
Denn Gottes Wahrheit fordert den Menschen heraus.
Das Licht Christi trifft auf eine Welt, die oft lieber in der Dunkelheit bleiben möchte.
Doch Jesus verschweigt diesen Kampf nicht. Er bereitet seine Jünger darauf vor.

3. Petrus steigt aus dem Boot

„Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser.“ Matthäus 14,29
Das ist einer der gewaltigsten Momente des Glaubens.
Petrus geht nicht auf dem Wasser, weil er besonders stark ist.
Er geht, weil Jesus gesagt hat: „Komm.“
Das ist echter Glaube: Vertrauen auf das Wort Christi – selbst dann, wenn die Umstände dagegen sprechen.
Und vielleicht kennt das heute jemand:

- Der Sturm ist groß.

- Die Angst ist real.

- Die Zukunft ist unklar.

Doch Jesus sagt immer noch: „Komm.“
Nicht: „Vertraue auf dich selbst.“
Sondern: „Vertraue mir.“

4. Der Blick entscheidet alles

Dann geschieht etwas Entscheidendes.
„Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich.“ Matthäus 14,30
Petrus beginnt zu sinken, als sein Blick sich verändert.
Solange sein Blick auf Christus gerichtet war, trug ihn der Glaube.
Doch als der Sturm größer wurde als Jesus in seiner Wahrnehmung, kam die Angst.
Ist das nicht oft unser Problem?
Wir schauen:

- Auf Krisen

- Auf Menschen

- Auf Widerstand

- Auf unsere Schwäche

- Auf die Wellen.

Und plötzlich vergessen wir den, der selbst über den Wellen steht.

5. Die Kraft liegt nicht im Menschen

Jesus sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5
Das ist die Grundlage jeder echten Nachfolge.
Die Frucht entsteht nicht durch:

- Menschliche Stärke

- Religiöse Leistung

- Kluge Strategien

Sondern durch die Verbindung mit Christus.
Darum gebührt auch ihm allein die Ehre.
Wenn Gott wirkt, kann kein Mensch sich selbst verherrlichen.

6. Umgang mit Ablehnung

Jesus sagt den Jüngern: „Schüttelt den Staub von euren Füßen.“ Matthäus 10,14
Das bedeutet: Die Wahrheit soll klar verkündet werden, aber niemand darf gezwungen werden.
Christen sollen:

- Mutig sein

- Aber nicht aggressiv

- Klar sein

- Aber nicht lieblos

- Standhaft sein

- Aber nicht hochmütig

Wir dürfen Menschen nicht aufgeben, aber wir können auch nicht ihre Herzen verändern.
Das kann nur Gott.

7. Nachfolge heute

Auch heute ruft Jesus Menschen:

- Mitten in Unsicherheit

- Mitten in Zweifel

- Mitten in Widerstand

Die Frage ist: Bleiben wir im Boot – oder vertrauen wir seinem Wort?
Der Glaube beginnt dort, wo ein Mensch Jesus mehr vertraut als seinen Ängsten.
Die Jünger waren keine Helden aus eigener Kraft.
Sie waren Menschen mit Angst, Schwäche und Fragen.
Aber sie hatten einen großen Herrn.
Und genau das verändert alles.
Der Sturm ist real. Der Widerstand ist real. Die Wellen sind real.
Aber Christus ist größer.
Darum gilt bis heute:

- Nicht unsere Kraft trägt uns, sondern seine Vollmacht.

Und solange unser Blick auf ihn gerichtet bleibt, dürfen wir mutig weitergehen.

Mittwoch, 30. Juli 2025

Wenn das Herz schwer ist – Gott in Depression, Trauma und Angst begegnen

1.Ehrlich und persönlich

Hey,
schön, dass ihr heute auf meinen Blog seid. Ich weiß nicht, wie du heute auf meinen Blog gestoßen bist – vielleicht fröhlich, vielleicht mit einem müden Lächeln, oder vielleicht hast du gerade gar keine Kraft mehr für irgendwas. Und trotzdem bist du hier. Danke dafür.

Ich möchte heute über ein Thema reden, über das man oft lieber schweigt.
Ein Thema, das viele von uns kennen – aber nur wenige laut ansprechen:
Depressionen, Trauma, Ängste.

Ich will ehrlich sein: Ich kenne das selbst. Vielleicht kenne ich das sogar besser als du es dir vorstellen kannst.

Ich hatte Phasen, in denen ich morgens nicht aufstehen wollte. Nicht, weil ich müde war – sondern weil das Leben sich wie eine Mauer vor mir aufgebaut hat.
Ich habe Dinge erlebt, die mich innerlich zerrissen haben.
Manchmal habe ich mich gefragt: „Wo bist du, Gott – wenn’s in mir so dunkel ist?“
Und genau das ist der Punkt: Die Dunkelheit ist real. Für mich. Für viele von euch auch.

Und trotzdem will ich dir heute sagen:
Gott hat keine Angst vor deiner Dunkelheit.
Er verurteilt dich nicht, wenn du verzweifelt bist.
Er ist nicht enttäuscht von dir, wenn du nicht mehr kannst.

2.Was ist eigentlich los mit uns? (Depression, Trauma, Angst)

Wir leben in einer Zeit, in der psychischer Druck fast „normal“ geworden ist.
Statistisch gesehen leiden 1 von 4 Menschen in Deutschland an einer psychischen Erkrankung. Viele junge Menschen haben Angststörungen, depressive Gedanken, oder sind traumatisiert durch Dinge, die sie erlebt haben.

Depression ist nicht einfach „schlechte Laune“.
Angst ist nicht einfach „ein bisschen nervös sein“.
Trauma ist nicht nur „du hattest eine schwere Kindheit“.
Das sind Wunden der Seele.
Und sie brauchen Raum, Mitgefühl – und manchmal professionelle Hilfe.

Und was ist mit uns Christen?
Viele glauben, als Christ darf man nicht schwach sein.
Man müsse „freudig“ sein, „positiv denken“, „vertrauen“.
Aber weißt du was? Das ist religiöser Druck, nicht echtes Evangelium.

3.Die Bibel – ein ehrliches Buch

Die Bibel ist kein Buch von perfekten Menschen. Sie ist ein Buch voller zerbrochener Geschichten – und voller Hoffnung.

David – der Mann nach dem Herzen Gottes

„Wie lange noch, HERR, willst du mich vergessen? Für immer? Wie lange noch willst du dich vor mir verbergen?“ Psalm 13

David war ein König, ein Held – und gleichzeitig ein Mann mit vielen Ängsten und dunklen Momenten.
Er schreibt Psalmen, die klingen wie Depressionstagebücher.
Aber er schreibt sie zu Gott. Er versteckt sich nicht.

Elia – vom Höhenflug in die Dunkelheit

Elia kämpft für Gott, betet Feuer vom Himmel herab – und kurz danach:

„Es ist genug! Herr, nimm mein Leben.“ 1. Könige 18–19

Er legt sich unter einen Baum und will nicht mehr leben.
Weißt du, was Gott macht?
Kein Vorwurf. Kein Druck. Keine Predigt.
Ein Engel kommt, gibt ihm zu essen, lässt ihn schlafen.
Und dann?
Gott begegnet ihm – nicht im Sturm, nicht im Donner – sondern im leisen, sanften Säuseln.
So ist Gott: Sanft zu den Zerbrochenen.

Hiob – alles verloren

Hiob verliert Familie, Besitz, Gesundheit – alles.
Seine Freunde sind wie manche Christen heute:
„Du musst mehr glauben!“
„Du hast bestimmt was falsch gemacht.“
Aber Gott sagt: Hiob hat richtig geredet. Weil er ehrlich war.
Gott kann mit ehrlichen Klagen besser umgehen als mit frommen Sprüchen.

Jesus – unser Bruder im Leiden

„Meine Seele ist zu Tode betrübt“ Markus 14,34
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Matthäus 27,46

Jesus der Sohn Gottes kennt tiefe Trauer, Angst und Verlassenheit.
Er schreit am Kreuz und gerade da ist er uns am nächsten.
Du siehst: Der Himmel schweigt nicht über Schmerz, im Gegenteil er trägt ihn mit.

4.Emotionaler Höhepunkt – Gott in der Dunkelheit

Ich erinnere mich an einen Moment, an dem ich fast zerbrochen bin.
Ich war allein, nachts, voller Angst, ich konnte nicht beten.
Ich hab einfach nur gesagt: „Gott, wenn du da bist – bitte, verlass mich nicht.“
Und ich spürte – nicht gleich Licht, nicht gleich Heilung –
aber eine Nähe, die ich nicht erklären kann.
Als würde Gott flüstern: „Ich bin hier. Du darfst einfach sein.“

Vielleicht bist du heute auch innerlich an dem Punkt:
„Ich kann nicht mehr.“
„Ich hab keine Hoffnung.“
„Ich hab Angst.“

Dann hör gut zu:

Du bist nicht zu kaputt für Gott.
Du bist nicht zu müde.
Nicht zu schwach.
Nicht zu dunkel.

Gott kommt in deine Höhle. Er setzt sich zu dir. Er bleibt.

5.Was du tun kannst (praktische Hoffnung)

Rede. Nicht schweigen. Nicht verstecken.

Hol dir Hilfe. Jesus heilt – auch durch Therapie, Gespräche, Ärzte.

Sei gnädig mit dir selbst. Heilung braucht Zeit.

Lerne: Glaube ist kein Hochleistungszustand. Es ist das Festhalten, auch wenn alles wackelt.

Psalm 34,19: „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.“

6.Was wir als Gemeinschaft sein können

Kein Ort des Drucks. Sondern ein Ort des Mittragens.

Offen reden. Mutig zuhören. Nicht „retten“, sondern da sein.

Wenn jemand sagt: „Ich kämpfe mit Depression“, sag nicht: „Dann bete mehr.“
Sag lieber: „Ich bleib bei dir.“

7.Schluss & Einladung

Ich glaube:
Gott will heute keine perfekten Menschen.
Er will dein echtes Herz – mit allem, was drin ist.
Mit deiner Angst, deiner Wunde, deiner Scham, deiner Leere.

Jesus sagt:
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid – ich will euch Ruhe geben.“ Matthäus 11,28

Lass uns still werden.
Wenn du magst, schließ die Augen.
Ich bete und wenn du willst, bete innerlich mit:

Gott, ich bin müde.
Ich habe Angst.
Ich trage Dinge, die zu schwer für mich sind.
Ich bitte dich: Sei bei mir.
Zeig mir, dass du mich nicht verlässt.
Gib mir neue Kraft, neue Hoffnung.
Auch wenn es langsam geht – geh du mit mir.
In Jesu Namen, Amen.

Samstag, 11. Mai 2024

Bedingungen der Jüngerschaft

Wahres Christentum ist völlige Hingabe an den Herrn Jesus Christus.

Der Heiland sucht nicht nach Männern und Frauen, die ihm ihre freien Abende - oder das Wochenende - oder die Jahre ihres Ruhestandes widmen möchten. Nein, er sucht solche, die ihm den ersten Platz in ihrem Leben einräumen wollen.

»Er schaut heute noch - wie er das schon immer getan hat - nicht nach den Massen, die in seinem Kielwasser dahintreiben, sondern nach einzelnen Männern und Frauen, deren nicht sterbende Hingabe daher rührt, dass sie erkannt haben, dass er solche braucht, die bereit sind, den Weg der Selbstverleugnung zu gehen, den er ihnen voranging.«

Nichts Geringeres als bedingungslose Hingabe kann jemals die richtige Antwort auf sein Opfer auf Golgatha sein. Eine solche überwältigende, götlliche Liebe kann niemals mit weniger als unserer Seele, unserem ganzen Leben, allem was wir sind und haben zufrieden sein.

Der Herr Jesus stellte hohe Anforderungen an die, die seine Jünger sein wollten - Ansprüche, die in unserem heutigen bequemen Leben weitgehend übersehen werden. Viel zu oft betrachten wir unser Christsein nur als ein Entrinnen vor der Hölle und eine Garantie für den Himmel.

Darüber hinaus meinen wir außerdem, wir hätten das gute Recht, alles, was dieses Leben uns an Gutem bietet, zu genießen. Wir wissen es wohl, dass es in der Bibel deutliche Verse über die Jüngerschaft gibt, aber es fällt uns so schwer, sie mit unseren eigenen Vorstellungen über das, was Christsein eigentlich sein sollte, zu verbinden.

Wir finden es durchaus in Ordnung, dass Soldaten ihr Leben für das Vaterland geben. Es befremdet uns nicht weiter, dass Kommunisten ihr Leben aus politischen Gründen lassen, aber dass »Blut, Schweiß und Tränen« das Leben eines Christusnachfolgers kennzeichnen, erscheint uns irgendwie fern liegend und schwer fassbar.

Und doch sind die Worte Jesu klar genug. Es ist kaum möglich, sie misszuverstehen, wenn wir sie in ihrem vollen Wortlaut annehmen. Hier sind einige Bedingungen, wie sie uns vom Heiland der Welt dargelegt wurden:

1. Alles übersteigende Liebe zu Jesus Christus

„Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“

Lukas‬ ‭14‬:‭26‬. Das bedeutet nicht, dass wir Abneigung oder böse Absichten gegenüber unseren Verwandten im Herzen tragen sollen. Es bedeutet vielmehr, dass unsere Liebe zu Christus so groß sein soll, dass jede andere Liebe im Vergleich dazu nichts ist. Der schwerwiegendste Punkt in diesem Vers ist jedoch der Ausdruck »... dazu aber auch sein eigenes Leben.« Die Eigenliebe ist eines der am schwersten zu überwindenden Hindernisse für die Jüngerschaft. Nicht eher, als wir willig sind, unser Leben völlig für ihn hinzugeben, sind wir an dem Platz, an dem er uns haben will.

2. Verleugnung unseres Ichs

„Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst“

Matthäus‬ ‭16‬:‭24‬. Verleugnung unseres Ichs ist mehr als Enthaltsamkeit. Es bedeutet mehr als Verzicht auf bestimmte Speisen, Vergnügungen oder Besitztümer. Verleugnung unseres Ichs bedeutet eine völlige Hingabe an die Herrschaft Jesu Christi, so dass das eigene Ich überhaupt keine Rechte und Ansprüche hat. Es bedeutet, dass das Ich einfach abdankt. Das man in den Worten wie folgt ausdrücken kann: »Herr, lass mich keinen eigenen Willen haben, noch lass mich mein wahres Glück auch nur ein wenig in der Abhängigkeit von etwas, was mir von außen her begegnen kann, sehen, sondern lass alles in mir mit deinem Willen übereinstimmen.«

Mein herrlicher Sieger, göttlicher König, nimm diese dir ergeb‘nen Hände in die deinen, Endlich ist mein Wille ganz dein eigen, und ich bin fröhlicher Untertan an deinem Thron.

Herrlicher Sieger, göttlicher Sohn, Dir weihe ich, Herr, meine Hände. Längst ist mein Wille der Deine schon, alles für Dich nur verwende!

3. Wohlüberlegte Wahl des Kreuzes

„Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich“

Matthäus‬ ‭16‬:‭24‬. Das Kreuz ist nicht eine physische Schwäche oder ein geistiger Schmerz; diese Dinge sind allen Menschen gemeinsam. Das Kreuz ist ein Weg, der nach reiflicher Überlegung gewählt wurde. Es ist »ein Weg, der, solange diese Welt besteht, voll Unehre und Schmach ist«. Das Kreuz veranschaulicht die Schande, Verfolgung und Schmach, mit der die Welt den Sohn Gottes überhäufte und welche die Welt auch auf alle die laden wird, die sich entschieden haben, gegen den Strom zu schwimmen. Jeder Gläubige kann dem Kreuz einfach dadurch entgehen, dass er sich der Welt und ihren Wegen anpasst.

4. Ein Leben in der Nachfolge Christi

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“

Matthäus‬ ‭16‬:‭24‬. Um zu verstehen was das bedeutet, muss man sich selbst fragen: »Was kennzeichnete das Leben des Herrn Jesus?« Es war ein Leben des Gehorsams gegenüber Gott. Es war ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes. Es war ein Leben des selbstlosen Dienstes an anderen. Es war ein Leben der Geduld, des Leidens und der Ausdauer trotz boshafter Misshandlungen. Es war ein Leben voller Eifer, voller Verausgabung, ein Leben der Selbstbeherrschung, der Sanftmut, der Freundlichkeit, der Treue und der Hingabe Galater 5:22-23. Wenn wir seine Jünger sein wollen, müssen wir wandeln wie er. „… dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.“

Johannes‬ ‭15‬:‭8‬.

5. Innige Liebe zu allen, die Christus gehören

„Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

Johannes‬ ‭13‬:‭35‬. Das ist die Liebe, die andere höher achtet als sich selbst. Es ist die Liebe, welche die Menge der Sünden bedeckt. Es ist die Liebe, die langmütig und freundlich ist. „Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.“

1. Korinther‬ ‭13‬:‭4‬-‭7‬. Ohne diese Liebe wäre die Jüngerschaft ein kalter, gesetzlicher Zwang.

6. Stetes Bleiben in seinem Wort

„Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,“

Johannes‬ ‭8‬:‭31‬b. Rechte Jüngerschaft muss von Dauer sein. Es ist leicht, einen guten Anfang zu machen und mit flammender Begeisterung loszustürmen, aber die Probe auf die Echtheit ist Ausharren bis zum Ende. „Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!“

Lukas‬ ‭9‬:‭62‬b. Das krampfhafte Befolgen der Schrift tut es nicht. Christus wünscht sich solche, die ihm in stetem, gläubigen Gehorsam folgen.

Herr, lass mich niemals rückwärts seh‘n, wenn‘s Pflügen oftmals Tränen kostet und manchmal gar die Pflugschar rostet. Herr, lass mich niemals rückwärts seh‘n.

7. Alles aufgeben, um ihm zu folgen

„So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.“

Lukas‬ ‭14‬:‭33‬. Das ist vielleicht die unpopulärste aller Bedingungen, die Christus für die Nachfolge stellt, und sie mag sich sehr wohl als der unbequemste Vers in der Bibel überhaupt erweisen. Die klugen Theologen mögen tausend Gründe dafür angeben, warum dieses Wort eigentlich gar nicht das bedeutet, was es aussagt, aber einfache Jünger Jesu nehmen es buchstäblich so, wie es dasteht, und wissen, dass der Herr Jesus genau wusste, was er sagte. Was ist nun mit »allem entsagen« gemeint? Es bedeutet den Verzicht auf materielle Werte, die nicht unbedingt zum Leben notwendig sind und die zur Verbreitung des Evangeliums verwandt werden könnten. Der Mann, der allem entsagt, wird dadurch nicht etwa zum hilflosen Müßiggänger; er arbeitet im Gegenteil schwer, um für die laufenden Bedürfnisse seiner Familie und seiner selbst zu sorgen. Da aber die Leidenschaft seines Lebens der Fortgang der Sache Christi ist, setzt er alles, was er nicht unbedingt braucht, für das Werk des Herrn ein und überlässt die Zukunft Gott. Indem er zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachtet, glaubt er daran, dass es ihm nie an Nahrung und Kleidung mangeln wird. Er kann einfach nicht mit gutem Gewissen Güter anhäufen, während Seelen verloren gehen, weil niemand ihnen das Evangelium bringt. Er will sein Leben nicht damit vergeuden, dass er Reichtümer anhäuft, die in die Hände des Teufels fallen, wenn Christus für seine Heiligen wiederkommt. Er will dem Gebot Christi gegen die Anhäufung von Schätzen auf Erden gehorchen. Er entsagt allem, indem er hingibt, was er doch nicht ewig halten kann und was er nun nicht mehr liebt.

Dieses sind also die sieben Voraussetzungen zu Nachfolge Christi. Sie sind klar und unzweideutig. Man sollte sich hier die Frage stellen und vielleicht im Klaren darüber werden: »Bin ich selber ein unnützer Knecht?« Sollte aber Gottes Wahrheit durch das Versagen des Volkes Gottes für immer verschwiegen werden? Ist es nicht wahr, dass die Botschaft immer größer ist als der Botschafter selbst? Ist nicht Gott allein wahrhaftig und jeder Mensch ein Lügner? Sollten wir nicht mit einem alten Weisen sagen: »Dein Wille geschehe, wenn auch durch meine eigene Unzulänglichkeit«?

Indem wir unsere begangenen Fehler bekennen, lasst uns den Ansprüchen Christi an uns mutig begegnen und von jetzt an danach trachten, wahre Jünger unseres herrlichen Herrn zu sein.

„… welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird ...“

Philipper‬ ‭1‬:‭6‬.

Wahre Nachfolge

Der Weg in eine echte Nachfolge beginnt, wenn ein Mensch von Neuem geboren ist. Es fängt damit an, dass sich folgende Dinge in seinem Leben ereignen:

1. Er muss begriffen haben, wie sündig, verloren, nackt und blind er vor Gott steht.

2. Er muss zugeben, dass er weder durch seinen guten Charakter noch durch seine guten Werke etwas an dieser Situation ändern kann.

3. Er muss glauben, dass der Herr Jesus Christus am Kreuz an seiner statt starb.

4. Er muss sich willentlich entschließen, sein ganzes Vertrauen allein auf Jesus Christus zu setzen und ihn als seinen Herrn und Meister anzuerkennen.

Nur so wird jemand ein Christ, und es ist wichtig, dies von Anfang an ganz klarzumachen. Viel zu viele Leute leben in der irrigen Vorstellung, dass man Christ wird, indem man ein christliches Leben führt. Ganz und gar nicht! Man muss zuerst Christ werden, ehe man überhaupt fähig ist, diese Art von Leben zu verwirklichen.

Das Leben in der Nachfolge, ist ein übernatürliches Leben. Niemand hat in sich selbst die Kraft dazu. Wir sind auf Kraft von Gott angewiesen. Und nur durch die Wiedergeburt fließt uns diese Energie zu, aus der heraus wir leben können, wie Jesus es uns aufträgt.

Deshalb muss man sich, die Fragen stellen: »Bin ich überhaupt von neuem geboren? Bin ich wirklich ein Kind Gottes durch den Glauben an den Herrn Jesus geworden?«

Falls nicht, dann hat man heute die Möglichkeit, ihn im Leben als Herrn und Meister aufzunehmen. Heute kann man sich dazu entschließen, ihm in allen Dingen zu gehorchen, was immer es kosten mag.

Samstag, 27. April 2024

Reicher und amer Lazarus

Es handelt sich hier um ein Gleichnis von Jesus. Ein Gleichnis ist eine Geschichte mit Sinnbildern, um einen bestimmten Gedanken zu kommunizieren, die man nicht buchstäblich verstehen soll (sitzen denn alle Toten auf Abrahams Schoss? Natürlich nicht) und der Zuhörer muss das Erzählte auf einer übergeordneten Ebene interpretieren. So ist denn die Schlussfolgerung dieser Geschichte nicht, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, ganz im Gegenteil, sondern man soll sein Leben nicht in selbstsüchtiger Weise verschwenden und sich für ein Leben mit Gott entscheiden bevor man stirbt, denn wenn man in die Grube hinabfährt, dann ist es zu spät, weil dort "gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit" (Pred 9,10), bist zur Auferstehung bei Jesu Wiederkunft am letzten Tag, die Gläubigen zum ewigen Leben, die Gottlosen zum Gericht (vgl. Joh 5,29).

Samstag, 20. März 2021

Der Sturm und die Geistliche Gemeinde

„Wir wollen euch aber, ihr Brüder, von der Gnade Gottes berichten, die den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist. In einer großen Prüfung der Bedrängnis hat ihre überfließende Freude und ihre tiefe Armut die Schätze ihrer Freigebigkeit zutage gefördert. Denn nach [ihrem] Vermögen, ja ich bezeuge es, über [ihr] Vermögen hinaus waren sie bereitwillig; und sie baten uns mit vielem Zureden, dass wir die Liebesgabe und [ihre] Gemeinschaft am Dienst für die Heiligen annehmen sollten. Und [sie gaben] nicht nur [so], wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie hin, zuerst dem Herrn und dann uns, durch den Willen Gottes, sodass wir Titus zuredeten, dieses Liebeswerk, wie er es angefangen hatte, nun auch bei euch zu vollenden. Aber wie ihr in allem reich seid, im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis und in allem Eifer sowie in der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk bei euch reichlich ausfallen! Ich sage das nicht als Gebot, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu erproben. Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet. Und ich gebe hierin einen Rat: Es ist gut für euch, weil ihr nicht nur das Tun, sondern auch das Wollen seit vorigem Jahr angefangen habt, dass ihr jetzt auch das Tun vollbringt, damit der Bereitschaft des Willens auch das Vollbringen entspricht, aus dem, was ihr habt. Denn wo die Bereitwilligkeit vorhanden ist, da ist einer wohlgefällig entsprechend dem, was er hat, nicht entsprechend dem, was er nicht hat. Nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern des Ausgleichs wegen: In der jetzigen Zeit soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhilft, sodass ein Ausgleich statt­findet, wie geschrieben steht: »Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel«.“ 2. Korinther‬ ‭8:1-15‬. Es ist schön eine Familie zu haben, die einen hilft. Die Bibel ist unser Lebensschutz und Beschützt uns auf unsere Reise, „Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.“ Lukas‬ ‭4:16‬; „Als es aber beschlossen worden war, dass wir nach Italien abfahren sollten, übergaben sie Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann namens Julius von der Kaiserlichen Schar. Nachdem wir aber ein Schiff aus Adramyttium bestiegen hatten, das die Häfen von Asia anlaufen sollte, reisten wir ab in Begleitung des Aristarchus, eines Mazedoniers aus Thessalonich. Und am nächsten Tag liefen wir in Zidon ein; und Julius erzeigte sich freundlich gegen Paulus und erlaubte ihm, zu seinen Freunden zu gehen und ihre Pflege zu genießen. Von dort fuhren wir ab und segelten unter Zypern hin, weil die Winde uns entgegen waren. Und nachdem wir das Meer bei Cilicien und Pamphilien durchsegelt hatten, kamen wir nach Myra in Lycien. Und dort fand der Hauptmann ein Schiff aus Alexandria, das nach Italien segelte, und brachte uns auf dasselbe. Da wir aber während vieler Tage eine langsame Fahrt hatten und nur mit Mühe in die Nähe von Knidus kamen, weil der Wind uns nicht hinzuließ, so segelten wir unter Kreta hin gegen Salmone; und indem wir mit Mühe der Küste entlangfuhren, kamen wir an einen Ort, »Die schönen Häfen« genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasäa war.“ Apostelgeschichte‬ ‭27:1-8‬. Einige Gebäude sind wie Schiffe. Die Kirche, Schulen und Krankenhäuser. Viele sind Schiffbrüchig, „Da aber schon geraume Zeit verflossen war und die Schifffahrt gefährlich wurde, weil auch das Fasten bereits vorüber war, warnte sie Paulus und sprach zu ihnen: Ihr Männer, ich sehe, dass diese Schiffsreise mit Schädigung und großem Verlust nicht nur für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben verbunden sein wird! Aber der Hauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr als dem, was Paulus sagte. Da aber der Hafen ungeeignet war zum Überwintern, gab die Mehrzahl den Rat, auch von dort abzufahren, um wenn irgend möglich nach Phönix zu gelangen, einem Hafen von Kreta, der gegen Südwest und Nordwest offen liegt, und dort zu überwintern. Da nun ein schwacher Südwind wehte, meinten sie, sie hätten ihre Absicht erreicht, lichteten die Anker und segelten nahe bei der Küste von Kreta hin. Aber nicht lange danach fegte ein Wir­belwind von der Insel daher, »Euroklydon« genannt. Und da das Schiff mit fortgerissen wurde und dem Wind nicht widerstehen konnte, gaben wir es preis und ließen uns treiben. Als wir aber an einer kleinen Insel, Klauda genannt, vorbeifuhren, konnten wir kaum das Beiboot meistern. Als sie es heraufgezogen hatten, trafen sie Schutzmaßnahmen, indem sie das Schiff untergürteten; und weil sie fürchteten, in die Syrte verschlagen zu werden, zogen sie die Segel ein und ließen sich so treiben. Da wir aber von dem Sturm heftig umhergetrieben wurden, warfen sie am folgenden Tag einen Teil der Ladung über Bord, und am dritten Tag warfen wir mit eigener Hand das Schiffsgerät hinaus. Da aber während mehrerer Tage weder Sonne noch Sterne sichtbar waren und ein heftiger Sturm anhielt, schwand endlich alle Hoffnung, dass wir gerettet werden könnten. Und da man lange ohne Nahrung geblieben war, stand Paulus in ihrer Mitte auf und sprach: Ihr Männer, man hätte zwar mir gehorchen und nicht von Kreta abfahren sollen und sich so diese Schädigung und den Verlust ersparen sollen. Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen! In dieser Nacht trat zu mir nämlich ein Engel des Gottes, dem ich angehöre und dem ich auch diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind! Darum seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist. Wir müssen aber auf eine Insel verschlagen werden!“ Apostelgeschichte‬ ‭27:9-26‬. 200 Personen waren zusammen, davon 3 Adventisten die an die Wiederkunft Jesu glaubten. Sie hatten keinen guten Hafen gefunden, um dort zu warten. Darum ließen sie sich weiter treiben. Ein Sturmwetter kam. Ein Sturm hat verschiedene Charakter, doch er fängt langsam an. Man muss sich vorbereiten gegen die Gewalt und alles tun, um das Boot zu retten. Das Boot, ist die wahre Gemeinde. Das Boot muss stark sein gegen den Sturm, sonst hält es die Wellen nicht aus und das Boot sinkt, ein sinkendes Boot kann man nicht retten; nur wenn man das Boot gut schützt und ausbaut. Verglichen mit unserer Gemeinde; der Adventisten, müssen wir sie vor anderen Kirchen schützen. Schützen sollten wir sie zum Beispiel vor dem Gefängnis der Katholischen Kirche, „Als nun die vierzehnte Nacht kam, seitdem wir auf dem Adriatischen Meer umhergetrieben wurden, vermuteten die Schiffsleute um Mitternacht, dass sie sich einem Land näherten. Und sie ließen das Senkblei hinunter und maßen 20 Faden. Und als sie ein wenig weitergefahren waren und es wieder hinunterließen, maßen sie 15 Faden. Und da sie fürchteten, sie könnten auf Klippen verschlagen werden, warfen sie vom Heck des Schiffes vier Anker aus und wünschten, dass es Tag würde. Als aber die Schiffsleute aus dem Schiff zu entfliehen suchten und das Boot ins Meer hinabließen unter dem Vorwand, sie wollten vom Bug Anker auswerfen, sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Soldaten: Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden! Da schnitten die Kriegsknechte die Taue des Bootes ab und ließen es hinunterfallen. Als es aber Tag werden wollte, ermahnte Paulus alle, Speise zu sich zu nehmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, dass ihr vor ängstlicher Erwartung ohne Nahrung geblieben seid und nichts zu euch genommen habt. Darum ermahne ich euch, Speise zu euch zu nehmen, denn das dient zu eurer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar vom Haupt fallen! Und nachdem er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor allen, brach es und fing an zu essen. Da wurden alle guten Mutes und nahmen ebenfalls Speise zu sich. Wir waren aber auf dem Schiff insgesamt 276 Seelen. Und nachdem sie sich mit Speise gesättigt hatten, erleichterten sie das Schiff, indem sie das Getreide ins Meer warfen. Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht; sie bemerkten aber eine Bucht, die ein flaches Ufer hatte; an dieses beschlossen sie das Schiff nach Möglichkeit hintreiben zu lassen. Und so schnitten sie die Anker ab und ließen sie ins Meer und lösten zugleich die Haltetaue der Steuerruder; dann hissten sie das Vordersegel vor den Wind und hielten auf das Ufer zu. Da sie aber an eine Sandbank gerieten, liefen sie mit dem Schiff auf; und das Vorderteil blieb unbeweglich stecken, das Hinterteil aber zerbrach durch die Gewalt der Wellen. Die Soldaten aber fassten den Plan, man solle die Gefangenen töten, damit keiner schwimmend entfliehe. Doch der Hauptmann, der den Paulus retten wollte, verhinderte ihr Vorhaben und befahl, wer schwimmen könne, solle sich zuerst ins Meer werfen, um ans Land zu kommen, und die Übrigen teils auf Brettern, teils auf Schiffstrümmern. Und so geschah es, dass alle ans Land gerettet wurden.“ Apostelgeschichte‬ ‭27:27-44‬. Es ist bald Zeit. Bald ist es Mitternacht. Wir müssen uns schützen vor dem Sturm. Die Katholische Kirche und der Papst sind der Sturm. Doch was ist das Brot? Das Brot ist Gott! Wir müssen uns ernähren um gegen den Sturm zu überleben. Saul sollte gegen die Philister kämpfen, aber sein Sohn ging voran. Wir müssen aufpassen, sonst geht die Adventgemeinde vor der Katholischen Kirche unter. Dann bleibt nur noch die Geistliche Gemeinde. Wer ist die Geistliche Gemeinde, sind wir das? „Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden.“ Römer‬ ‭13:11.