Donnerstag, 19. November 2020

Das Malzeichen des Tieres

Es ist kein äußerliches Zeichen, welches jedem Menschen gegen seinen Willen aufgezwungen wird. Wenn man sich dagegen nicht wehren könnte, wäre Gottes Warnung dieses Malzeichen nicht anzunehmen, sinnlos. Diejenigen, die das Malzeichen des Tieres (Zeichen der Autorität oder der Zugehörigkeit) ablehnen, werden beschrieben als: „... die da halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu.“ Offenbarung 14:12. Es sind diejenigen, die das Siegel Gottes empfangen haben Offenbarung 7:3-4; 14:1, sie sind siegreich über das Malzeichen des Tieres Offenbarung 15:2; Daniel 3, also beinhaltet das Malzeichen des Tieres das Übertreten der Gebote Gottes Jakobus 2:10, denn das Siegel Gottes, sein Bundezeichen findet sich in den zehn Geboten. Das Malzeichen des Tieres wird an der Stirn oder an der Hand empfangen Offenbarung 13:17; 14:9. Die Stirn symbolisiert das Bewusstsein „Glaube, Wissen“, die Hand symbolisiert das Handeln der Menschen „Halten oder Nichthalten der Gebote“. Das zeigt uns auch 5. Mose 11:8,18; 5. Mose 13:1-6, wo es um das Halten aller Gebote geht. Wer die Ansprüche des vierten Gebotes versteht und die Einrichtung, von der Gott gesagt hat, sie sei das Zeichen seiner Autorität, verwirft und stattdessen ehrt, was Rom als Merkmal seiner Oberherrschaft erwählt hat, nimmt das Zeichen des Bündnisses mit Rom, das Malzeichen des Tieres an. Erst wenn die Menschen durch ein nationales Sonntagsgesetz wählen müssen zwischen den Geboten Gottes und Menschengeboten, dann werden diejenigen, welche in ihrer Übertretung beharren, das Malzeichen empfangen. Für den aufrichtigen Sonntagshalter gilt: „die Zeit der Unwissenheit hat Gott übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun.“ Apostelgeschichte 17:30.

Die dritte Engelsbotschaft

„Wer das Tier und sein Bild verehrt und dessen Zeichen an seine Stirn oder Hand annimmt, der wird vom Wein des Zorns Gottes trinken“ Offenbarung 14:9-10. Um diese Botschaft zu verstehen, müssen wir die Sinnbilder, die hier verwendet werden, entschlüsseln.

Das Tier! Das Tier, um das es hier geht, wird in Offenbarung 13:1-10 beschrieben. Ein Vergleich zwischen diesem „Tier“ und dem „kleinen Horn“ aus Daniel 7 macht deutlich, daß es sich um ein und dieselbe Macht handelt: Nämlich das Papsttum. So wie das „kleine Horn“ ist auch das „Tier“ eine gotteslästerliche Macht Offenbarung 13:6, die Christen verfolgt Offenbarung 13:7, und aus dem heidnischen Rom hervorgeht Offenbarung 13:2, um 1260 Jahre lang zu herrschen Offenbarung 13:5. Nach dieser Zeit sollte es seiner Herrschaft durch eine „tödliche Wunde“ enthoben werden Offenbarung 13:3,10. Aber die „tödliche Wunde“ sollte wieder heilen Offenbarung 13:3. Dies fing mit der Erklärung der Unfehlbarkeit der Kirche in Lehrentscheidungen im Jahre 1870 und mit dem Abschluß der Lateranverträge 1929 an. Der Vatikan erhielt damals sein Grundstück, eine großzügige, finanzielle Unterstützung sowie alle diplomatischen Rechte eines souveränen Staates zurück. Durch seine internationale Diplomatie und finanzielle Macht hat der Vatikan seit jener Zeit wieder weltweit an Macht und Einfluß gewonnen. Die „tödliche Wunde“ heilt. Bevor wir auf das „Bild des Tieres“ und sein „Zeichen“ eingehen, müssen wir ein weiteres „Tier-Macht“ in Offenbarung 13 betrachten.

Das zweite Tier, der Prophet sah ein „zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie ein Lamm“ Offenbarung 13:11 Während die vorherigen Tiere aus dem „Meer“ der „Nationen und Sprachen“ Offenbarung 17:15, aufstiegen, steigt dieses Tier „aus der Erde“ auf. Anstatt andere Mächte zu stürzen, um deren Stelle einzunehmen, kommt die so dargestellte Nation allmählich und friedlich empor. Es kann demnach nicht unter den sich drängenden und miteinander ringenden Völkern Europas aufsteigen, es muß auf dem westlichen Erdteil gesucht werden. Nur eine Nation fing an, groß zu werden, während

das Papsttum seine Herrschaft 1798 verlor: Die Vereinigten Staaten von Amerika! Die lammähnlichen Hörner des Tieres kennzeichnen Jugend, Unschuld und Milde und stellen treffend den damaligen „Charakter“ der USA dar. Demokratie und Glaubensfreiheit; die zwei „Hörner“ wurden die ersten Grundsätze der Nation. Die in Europa vom Papsttum verfolgten Christen flohen damals zu Tausenden in die „Neue Welt“, nach Amerika. Dies war die Geburtsstunde der USA. Aber das Tier mit den „Hörnern wie ein Lamm“ USA „redete wie ein Drache“. „Und es übt alle Macht des ersten Tieres „Papsttum“ aus vor seinen Augen. Es zwingt die Erde und alle, die auf ihr leben, das erste Tier mit der verheilten Wunde anzubeten, ...und überredet sie, ein Bild dem ersten Tier zu errichten...“ Offenbarung 13:12-14. Die Hörner wie eines Lammes und die Drachenstimme weisen auf einen deutlichen Widerspruch zwischen dem Bekenntnis und der Handlungsweise dieser Nation hin. Das „Reden“ eines Staates sind seine gesetzlichen Beschlüsse. Durch solche wird es die freien und friedlichen Grundsätze, die es als die Grundlage seiner Regierungspolitik aufgestellt hat, Lügen strafen. Die biblische Vorhersagung, daß es „wie ein Drache“ reden und „Im Auftrag des ersten Tieres dessen ganze Macht“ ausüben wird, sagt klar eine Entwicklung des Geistes der Unduldsamkeit und der Verfolgung Offenbarung 12:13,17 voraus, wie er durch das erste Tier „Papsttum“ offenbart wurde. „Es zwingt die Erde und alle, die auf ihr leben, das erste Tier ... anzubeten“, heißt, daß diese Nation USA ihre Macht gebrauchen wird um einen weltweiten Gehorsam zu erzwingen, welcher dem Papsttum huldigt. Heute sehen wir tatsächlich, wie die USA und der Vatikan immer enger zusammenarbeiten und ihren weltweiten Einfluß immer mehr geltend machen.

Das Bild des Tieres. Als die christliche Kirche im Anfang dadurch verderbt wurde, daß sie von der Einfachheit des Evangeliums abwich und heidnische Gebräuche und Zeremonien annahm, verlor sie den Geist und die Kraft Gottes. Um die Gewissen der Menschen zu beherrschen, suchte die Kirche den Beistand der Staatsgewalt. Die Folge war das Papsttum - eine Kirche, die die Staatsmacht beherrschte und sie zur Förderung ihrer eigenen Absichten, vornehmlich zur Bestrafung der Ketzerei, einsetzte. Damit nun die USA ein Bild dem Tier „Papsttum“ errichten können, muß die religiöse Macht dieses Landes den Staat so beherrschen, daß dieser von der Kirche zur Durchführung ihrer eigenen Absichten benutzt werden kann. Der geistliche Abfall, der die Kirche anfänglich dahin brachte, die Hilfe des Staates zu suchen, hat den Weg für die Entwicklung des Papsttums bereitet. Apostel Paulus sagte: „...denn zuvor muß der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden...“ 2. Thessalonicher 2:3-4. So wird auch der heute offensichtliche Abfall in den protestantischen Kirchen den Weg für das Bild des Tieres vorbereiten. In den letzten Jahrzehnten nahmen die ökumenischen Bemühungen der protestantischen Kirchen derart zu, daß auf Kosten eindeutiger, biblischer Wahrheiten eine Einheit um jeden Preis angestrebt wird. Im Oktober 1999 erklärte der Lutherische Weltbund durch die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Feststellung“ mit dem Vatikan, die Reformation für ungültig. Die Ökumene ist daher nichts anderes, als der große, von Paulus vorausgesagte geistliche Abfall. Wenn leitende Kirchen der Vereinigten Staaten sich in Punkten der Lehre, die sie gemeinsam haben, vereinigen und den Staat beeinflussen, ihre Verordnungen durchzusetzen und zu unterstützen, dann wird das protestantische Amerika ein Bild von der römischen Priesterherrschaft errichtet haben. Die Verhängung bürgerlicher Strafen über Andersgläubige wird dann die unausbleibliche Folge sein. Das Bild des Tieres stellt somit die abgefallene protestantische Christenheit dar, die mit Hilfe der Staatsgewalt ihre Interessen durchsetzen wird.

Das Zeichen des Tieres. Das Tier mit lammähnlichen Hörnern die USA zwingt alle, daß sie sich „ein Zeichen auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn machen. Nur wer dieses Zeichen hatte, konnte kaufen oder verkaufen. Das Zeichen besteht aus dem Namen des Tieres oder der Zahl für diesen Namen.“ Offenbarung 13:16-17. „Wer Verstand hat, der kann herausfinden, was die Zahl des Tieres (Papsttums) bedeutet, denn sie steht für den Namen eines Menschen. Es ist die Zahl 666“ Offenbarung 13:18. Der Mensch, der an der Spitze der päpstlichen (antichristlichen) Hierarchie steht, ist kein anderer als der Papst. Sein offizieller Amtstitel lautet: „VICARIUS FILII DEI“ d.h. „Stellvertreter des Sohnes Gottes“ (Our SundayVisitor, 18.4.1915).

Im Lateinischen besitzen einige Buchstaben einen Zahlenwert. Addiert man die entsprechenden Zahlenwerte in diesem Amtstitel, so erhält man die Zahl des Tieres = 666. Während eine Gruppe von Menschen das Zeichen des Tieres annimmt und das Bild des Tieres anbetet, wird die andere Gruppe als die beschrieben, „...die da halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu“ Offenbarung 14:12. Der Unterschied zwischen wahrer und falscher Anbetung hängt also unmittelbar mit dem Halten der Gebote Gottes zusammen. Dem Zeichen Gottes, dem Samstag-Sabbat des 4. Gebotes, steht das Zeichen des Tieres, nämlich die Sonntagsheiligung, gegenüber. Denn das Papsttum sieht es gerade als sein „Machtzeichen“ an, den Sabbat im Jahr 364 nach Christus in den Sonntag verändert zu haben (The Convert’s Catechism, P.Geiermann).

Wer bewußt die vom Papsttum veränderten Gebote Gottes befolgt, verehrt damit dieses in Wahrheit antichristliche System und stellt sich damit gegen Gott. Doch viele Christen in allen Kirchen halten den Sonntag in der Meinung, daß sie dadurch den Sabbat des 4. Gebotes Gottes feiern; Gott nimmt ihre aufrichtige Absicht an, denn die Zeit der Unwissenheit übersieht Gott Apostelgeschichte 17:30. Doch wenn die Sonntagsfeier in der längst geplanten Neuen Weltordnung von Amerika ausgehend durch Gesetze eingeführt, und die Welt über die Verpflichtungen gegen den wahren Sabbat aufgeklärt werden wird, dann nehmen alle, die Gottes Gebot bewußt übertreten, das Malzeichen des Tieres an und können keine Gnade mehr von Gott erwarten, sondern sie werden den ewigen Tod erleiden Offenbarung 14:9-11. Die völlige Kontrolle der Menschheit im religiösen und politisch-wirt-schaftlichen Bereich wird seit Jahren durch den Weltkirchenrat in Genf in

Zusammenarbeit mit den führenden Weltregierungen und der UNO in New York geplant. Das Ziel dieser Neuen Weltordnung ist, eine gemeinsame, unbiblische Weltreligion für alle Menschen zu schaffen, sowie eine Weltregierung einzusetzen. Die Ökumene, die vielen Papstreisen zu den Regierungsvertretern sowie die allgemeinen weltweiten Bestrebungen zur Globalisierung bestätigen diesen Plan.

Mittwoch, 18. November 2020

Die Dienste des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist befähigt zum Zeugendienst, das kann kein Gegenstand sondern eine Person die für die Wahrheit Eintritt. „sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“ Apostelgeschichte‬ ‭1:8‬. „»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen,“ ‭‭Lukas‬ ‭4:18‬. „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben;“ ‭‭Johannes‬ ‭15:26‬. „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ Apostelgeschichte‬ ‭4:31‬. „Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.“ ‭‭Apostelgeschichte‬ ‭5:32‬. „Ich aber bin erfüllt mit Kraft, mit dem Geist des Herrn, mit Recht und Stärke, um Jakob seine Übertretung zu verkünden und Israel seine Sünde.“

‭‭Micha‬ ‭3:8‬. Der Heilige Geist verändert uns und das kann nur eine Person die uns Liebt und kein Gegenstand. „Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, sodass du mit ihnen weissagst, und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden.“ 1. Samuel‬ ‭10:6‬. „Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ ‭‭2. Korinther‬ ‭3:17-18‬. „da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,“ ‭‭Titus‬ ‭3:5‬. „dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Epheser‬ ‭4:23-24‬.

Montag, 16. November 2020

Der Engel des Bundes

Das war er, der sich als der Engel des Bundes den Vätern in vergangenen Zeiten offenbart hatte „Und der Herr erschien ihm bei den Terebinthen Mamres, während er am Eingang seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. Und er erhob seine Augen und schaute, siehe, da standen drei Männer ihm gegenüber. Und als er sie sah, eilte er ihnen entgegen vom Eingang seines Zeltes, beugte sich zur Erde nieder und sprach: Mein Herr, habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so geh doch nicht vorüber an deinem Knecht!“

1. Mose 18:1-3; „Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, sodass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm. Und der Mann sprach: Lass mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich! Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob! Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen! Jakob aber bat und sprach: Lass mich doch deinen Namen wissen! Er aber antwortete: Warum fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort. Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!“ 1. Mose 32:25-31; „Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt! Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich! Da sprach er: Tritt nicht näher heran! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land!“ 2. Mose 3:3-5; „Er aber sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn; jetzt bin ich gekommen! Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht? Und der Fürst über das Heer des Herrn sprach zu Josua: Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat es.“ Josua 5:14-15; „Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage lang widerstanden; und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, sodass ich dort bei den Königen von Persien entbehrlich war.“ Daniel 10:13; „Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist; und kein Einziger steht mir mutig bei gegen jene als nur euer Fürst Michael.“ Daniel 10:21; „Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.“

Daniel 12:1; „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern.“

Offenbarung 22:16

Sonntag, 15. November 2020

Das Alte und das Neue Wesen

In diesem Abschnitt geht Jakobus der Frage nach, wie jenes Wort, das den Menschen gesagt wird, aufgenommen werden sollte. Blicken wir in den Spiegel des göttlichen Wortes hinein und erkennen, dass in unserem Leben manches nicht stimmt? Da wir aber keine Zeit und keine Lust haben, weiter darüber nachzudenken, bleibt alles beim Alten? So sollte es nicht sein! „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.“ Jakobus 1:22-25, schon Jesus hat seinen Jüngern gelehrt, dass es nicht genügt, bloß auf seine Worte zu hören Matthäus 7:21,24-27. Wer nur hört, ist nicht besser dran, als der Mensch, der gar nichts weiß. Man könnte auch sagen, dass sich ein solcher Mensch sich über sich selbst täuscht. Die Täuschung besteht darin, dass solche Menschen meinen bereits zu Christus gehören zu können, wenn sie von ihm gehört haben. Christus lehrte allerdings sehr deutlich, dass nur jene Menschen zu ihm gehören, die den Willen Gottes tun Matthäus 7:21; Matthäus 12:50. Wir sollten uns ernstes wirklich Zeit nehmen, in den Spiegel des Wortes Gottes zu schauen. Warum ist es unmöglich für Gottes Kinder, bloß auf Gottes Worte zu hören, ohne zur Tat zu schreiten? Es ist selbstverständlich, dass man in einen Spiegel schaut, um sich selbst zu erkennen. Wer Gottes Wort hört, schaut ebenfalls in einen Spiegel. Allerdings kann man darin nicht seinen Leib erkennen, sondern den Zustand seiner Seele. Ob sich ein Mensch nur flüchtig oder gründlich im Spiegel betrachtet, spielt keine Rolle. Man geht davon aus, dass seine Betrachtung zu irgendetwas führen soll. Kein gesunder Mensch wird sein eigenes Gesicht vergessen. Genau so unverständlich ist es, Gottes Wort zu hören, ohne davon verändert zu werden. Weil Gottes Wort eine grosse Kraft in sich trägt, muss es an den Menschen zu sehen sein, die es aufgenommen haben. Der geistlich gesunde Mensch, der Mensch, der Heil in Christus gefunden hat, kann sich nicht von Gottes Wort abwenden und so weiterleben, als ob er es noch nie gehört hätte. Wir dürfen in das vollkommene Gesetz der Freiheit nahe hineinschauen. So sagt es Jakobus. Aber nicht allein das. Sondern das, was wir erkennen, gilt es jetzt auch in die Tat umzusetzen. „Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen.“ Es ist in der Tat Selbstbetrug, wenn man sich eine Predigt anhört oder einen Abschnitt aus der Bibel liest, und meint, dass man damit schon eine große Leistung vollbracht habe. Es gehört doch unbedingt die Tat dazu! „Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ 1. Korinther 13:12, Paulus unterscheidet fleischlich und geistlich. Man könnte auch sagen das alte Wesen und das neue. Im Spiegel sehe ich auch nur einen Teil von mir. Was auf der Rückseite ist, kann ich nicht erkennen. Und ich sehe mich nur zweidimensional. Es fehlt also eine ganze Dimension. „Stückweise“ nennt Paulus das. Wenn jemand in den Spiegel schaut, dann sieht man sehr oft das alte Wesen. Und da sieht man Sünde, Versagen, Machtlosigkeit usw. Das widerspiegelt sich auch im Gebet. Wenn aber der neue Mensch in den Spiegel schaut, dann sieht er sich so, wie Gott ihn sieht. Die Bibel spricht davon das jeder der glaubt, in Christus ist. Er ist es der sich uns widerspiegelt und ihn werden wir später von Angesicht zu Angesicht sehen. Wir können also immer nur ein Stück der Wahrheit erkennen, niemals das Ganze. Unvollkommen ist das, was wir sehen, was wir hören und fühlen. Aber Paulus macht es uns deutlich, Gott lässt uns nicht allein mit unseren ungelösten Fragen. Er hat uns Glaube, Hoffnung und Liebe geschenkt, wie in diesem Kapitel seines Briefes deutlich wird, das man auch das „Hohelied der Liebe“ nennt. Durch Christus sind wir ein Tempel des Heiligen Geistes, ein Kind Gottes, ein Kind des Königs, Bürger des Himmelreichs „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ Römer 8:1, „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;“ Johannes 1:12. Das ist Identität in Christus. So war es bei der Schöpfung geplant. Es ist heute immer noch möglich, weil Jesus für uns ein großes Opfer erbracht und so den Sieg errungen hat. „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ Römer 8:14-16, das alles färbt ab auf unser Leben, das Gebet und es schafft eine neue Perspektive. Gott sorgt für Veränderungen und wirkt mit viel Kraft, wenn wir den Willen haben auch Taten zu bringen, die Gott gefallen. „— in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens,“ Epheser 1:11. Gottes Geist macht uns bewusst, dass es ohne Gott überhaupt nicht geht. Seid also träger von Gottes Gegenwart und lasst euch leiten vom Heiligen Geist. „So sind wir nun Botschafter für Chris­tus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ 2. Korinther 5:20.

Samstag, 14. November 2020

Wie man einen falschen Propheten erkennt

Falsche Propheten gibt es heute überall. Sie sind ein Zeichen der Zeit, das auf die nahe Rückkehr von Jesus hindeutet. Jesus hat selber vor falschen Propheten in der Endzeit gewarnt. Seine detaillierteste Rede über die Endzeitzeichen ist in Matthäus 24 aufgeschrieben. In diesem Kapitel ist das erste Zeichen, das Jesus erwähnt, die falschen Propheten „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, dass euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.“ ‭‭Matthäus‬ ‭24:4-5‬. Es ist auch das einzige Zeichen, das Er wiederholt „Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Matthäus‬ ‭24:11,24‬. Seine Warnung war unverblümt und klar ausgedrückt: „Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele verführen.“ Der Apostel Paulus hat die Warnung des Herrn wiederholt als er mit den Ältesten der Gemeinde von Ephesus gesprochen hat. In Apostelgeschichte 20:28-31 steht, was er gesagt hat: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hin­einkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. Darum wacht.“ Petrus und Johannes haben ebenfalls vor der Gefahr von falschen Propheten gewarnt. Petrus hat versichert, dass falsche Propheten „verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen.“ 2. Petrus‬ ‭2:1‬. Johannes hat seine Brüder ermahnt „prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ 1. Johannes‬ ‭4:1‬. Johannes hat ihnen auch gesagt, wie man die falschen Propheten erkennen kann. Er hat gesagt, dass man sie auffordern muss zu gestehen, dass „Jesus Christus Mensch wurde“ und dass Er Gott ist. 1. Johannes‬ ‭4:2‬. Er hat weiter gesagt, dass jeder, der es ablehnt zu bezeugen, dass Jesus Gott ist, den „Geist des Antichristen“ hat 1. Johannes‬ ‭4:3‬. Der Test eines Propheten im Alten Testament wird in 5. Mose 18:22 beschrieben: „Wenn der Prophet im Namen des Herrn redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der Herr nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten!“ Das ist natürlich ein offensichtlicher Test. Aber was ist, wenn sich die Prophetie erfüllt? Garantiert das, dass die Prophetie von Gott kommt? Nicht zwingend. Eine prophetische Äußerung kann sich z. B. durch Zufall erfüllen oder durch übernatürliches Wissen, das dem Propheten vom Teufel gegeben wurde. Darum muss es noch andere Tests geben. Spricht der Prophet im Namen eines anderen Gottes als dem wahren Gott der Bibel? Wenn ein Prophet im Namen von Allah, Baal oder Vishnu spricht, dann können wir sicher sein, dass er ein falscher Prophet ist. „Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, und er spricht [nun]: »Lasst uns anderen Göttern nachfolgen — die du nicht gekannt hast —, und lasst uns ihnen dienen!«, so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen; denn der Herr, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr den Herrn, euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt.“ 5. Mose‬ ‭13:2-4‬. Besteht die Nachricht des Propheten den Test mit der Bibel? Wenn ein Prophet sagt, dass wir gerettet werden, wenn wir an Maria, die Mutter von Jesus glauben, dann können wir sicher sein, dass er kein Sprecher Gottes ist. „Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!“ Galater‬ ‭1:8‬. Führt der Prophet ein heiliges Leben? Wenn der Prophet ein sündiges Leben führt, müssen seine Prophetien angezweifelt werden. „aber bei den Propheten von Jerusalem habe ich Schauderhaftes wahrgenommen, nämlich Ehebruch und in der Lüge leben; sie stärken die Hände der Bösen, sodass niemand mehr von seiner Bosheit umkehrt; sie sind mir alle wie Sodomiter geworden und ihre Einwohner wie die von Gomorra. Darum, so spricht der Herr der Heerscharen über die Propheten: Siehe, ich will ihnen Wermut zu essen geben und Giftwasser zu trinken; denn von den Propheten Jerusalems ist die Gottlosigkeit ausgegangen in das ganze Land.“ Jeremia‬ ‭23:14-15‬. Produziert die Lehre des Propheten Früchte des Heiligen Geistes? Wenn die Zuhörer des Propheten zu einem weltlichen Lebensstil motiviert werden, dann spricht der Prophet nicht für Gott. „Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.“ Matthäus‬ ‭7:15-18‬. Betont der Prophet aufgeblasene Visionen? Wenn sich der Prophet auf persönliche Visionen mit sensationellem Inhalt z. B. Besuche im Himmel oder der Hölle fokussiert, dann kann seinen Worten nicht getraut werden. „Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einlässt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung,“ Kolosser‬ ‭2:18‬. Überliefert der Prophet nur positive Nachrichten? Wenn der Prophet nie zur Buße aufruft, dann ist es verdächtig. „So spricht der Herr der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie täuschen euch; die Offenbarung ihres eigenen Herzens verkünden sie und nicht [was] aus dem Mund des Herrn [kommt]. Ständig sagen sie zu denen, die mich verachten: »Der Herr hat gesagt: Ihr werdet Frieden haben!« Und zu allen denen, die in der Verstocktheit ihres Herzens wandeln, sprechen sie: »Es wird kein Unheil über euch kommen!«“ Jeremia‬ ‭23:16-17‬. Scheint es so, als ob der Prophet auf Geld aus ist? Wenn der Prophet so handelt, dass es den Anschein macht, dass sein größtes Interesse dem Geld gilt, dann muss er gemieden werden. „Darum will ich ihre Frauen anderen geben, ihre Felder neuen Besitzern. Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach [unrechtem] Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt.“ Jeremia‬ ‭8:10-11‬. Fokussiert sich der Prophet auf die Erhöhung von Jesus? Wenn ein Prophet versucht die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder wenn er sich auf den Antichristen fokussiert oder die Sensationslust, dann muss er in frage gestellt werden. „Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Offenbarung‬ ‭19:10‬. Immer und immer wieder befiehlt uns das Wort Gottes die Aussagen zu überprüfen, damit wir nicht getäuscht und irregeführt werden. Paulus hat die Menschen von Beröa ermahnt, alles was er lehrt zu überprüfen. Und sie haben es getan, indem sie „täglich in der Schrift forschten“ um zu sehen, ob das, was er gelehrt hat auch biblisch war Apostelgeschichte 17:10-11. Paulus war ein Apostel! Wie viel mehr sollen wir alles, was wir hören mit dem Wort Gottes überprüfen. Die Tragödie ist, dass heute die meisten Christen unfähig sind etwas zu überprüfen, weil sie die Bibel ignorieren. Es gibt heute in den meisten Kirchen eine biblische Hungersnot, da die Menschen mit einer Diät aus Psychologie und positiven Denken ernährt werden. Wie ist es mit dir? Liest du täglich in der Bibel? Bist du fähig eine Lehre mit der Bibel zu überprüfen? Wenn nicht, bist du anfällig für eine Täuschung. „Prüft jedoch alles und behaltet das Gute!“ 1. Thessalonicher‬ ‭5:21‬.

Der zehnte Teil der Ernte, was steckt dahinter?

Der zehnte Teil, 10% von der Ernte fordert Gott der Herr. Bedeutet das, dass jeder den zehnten bringen muss oder nur wer Reichtum besitzt?! „So wie man Gold und Silber schmilzt, um es zu läutern, so werde ich die Nachkommen Levis von ihrer Schuld reinigen. Dann werden sie mir wieder Opfer darbringen, die mir gefallen. Ja, so wie früher, wie in längst vergangenen Zeiten, werde ich mich wieder über die Opfer freuen, die mir die Menschen in Juda und Jerusalem darbringen. Ich, der Herr, der allmächtige Gott, sage: Ich werde über euch Gericht halten und als Zeuge auftreten gegen die Zauberer und Ehebrecher, gegen alle, die Meineide schwören, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn bringen, die Witwen, Waisen und Ausländer unterdrücken, ja, gegen alle, die keine Ehrfurcht vor mir haben.«

Findet ihr es etwa richtig, wenn ein Mensch Gott betrügt? Ihr betrügt mich doch die ganze Zeit! Ihr entgegnet: ›Womit haben wir dich denn betrogen?‹ Ihr habt mir den zehnten Teil eurer Ernte nicht gegeben, und ihr habt den Priestern ihren Anteil an den Opfergaben verweigert.

Ich, der allmächtige Gott, fordere euch nun auf: Bringt den zehnten Teil eurer Ernte in vollem Umfang zu meinem Tempel, damit in den Vorratsräumen kein Mangel herrscht! Stellt mich doch auf die Probe, und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch mit allem überreich beschenke.“ Maleachi 3:3-5,8,10. Gott unser Herr fordert von jeden Menschen den zehnten Teil der Ernte. Ellen White schreibt: Das Neue Testament setzt das Zehntengebot nicht neu ein, ebensowenig wie den Sabbat; denn die Gültigkeit von beiden wird vorausgesetzt und ihre tiefe geistliche Bedeutung erklärt. Der Herr ruft jetzt Siebenten-Tags-Adventisten überall auf, sich ihm zur Verfügung zu stellen und entsprechend ihren Möglichkeiten ihr Bestes zu tun, um in seinem Werk mitzuhelfen. Durch ihre Gebefreudigkeit sollen sie zeigen, wie sehr sie seine Segnungen schätzen und für seine Güte dankbar sind. Kalte Barmherzigkeit ist ein armseliger Ersatz für lebendige Nächstenliebe. Der Bedarf für Gottes Sache wird ständig zunehmen, je näher wir dem Abschluß der Zeit kommen. Wir sind in dieser Welt auf dem Prüfstand, um unsere Brauchbarkeit für das künftige Leben festzustellen. Niemand wird den Himmel betreten können, dessen Charakter von Selbstsucht befleckt ist. Deshalb muß Gott uns jetzt darin prüfen, wie wir mit den uns anvertrauten zeitlichen Gütern umgehen, damit erkennbar wird, ob er uns ewige Schätzen anvertrauen kann. Diese Worte von Ellen White zeigen uns, dass Gott uns durch unsere Gaben prüft. Sind Arme Menschen vom zehnten befreit? Menschen die Schulden haben, keine Arbeit usw? Das Neue Testament zeigt uns auch wie Ellen White schon geschrieben hat, dass niemand befreit ist „Jesus setzte sich nun in die Nähe des Opferkastens im Tempel und beobachtete die Leute, die ihre Gaben einwarfen. Viele Reiche spendeten hohe Beträge. Dann aber kam eine arme Witwe und warf zwei der kleinsten Münzen in den Opferkasten. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: »Eines ist sicher: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. Die Reichen haben nur etwas von ihrem Überfluss gegeben, aber diese Frau ist arm und gab alles, was sie hatte — sogar das, was sie dringend zum Leben gebraucht hätte.«“ Markus 12:41-44. Weiter schreibt Ellen White, der Diener des Evangeliums sollte Vorschrift und Beispiel sein und das Volk lehren, den Zehnten als heilig zu betrachten. Er darf nicht meinen, ihn nach seinem Ermessen zurückhalten oder anwenden zu können, weil er ein Prediger ist. Der Zehnte gehört ihm nicht. Er darf sich nicht anmaßen, über etwas zu verfügen, das nicht sein ist. Auch soll er seinen Einfluß nicht geltend machen für irgendeinen Plan, der den rechtmäßigen Gebrauch des Zehnten und der Gott geweihten Gaben hindert. Solche Gelder müssen, wie Gott es bestimmt hat, in seine Schatzkammer gelegt und für seinen Dienst heilig gehalten werden. Gott wünscht, daß alle seine Haushalter die göttlichen Einrichtungen genau beachten. Sie sollen des Herrn Pläne nicht durch Gegenrechnung ausgleichen wollen, indem sie damit irgendeine Liebestat ausüben oder Gaben geben, wann oder wie sie, die menschlich Denkenden, es passend finden. Es ist eine sehr armselige Klugheit, Gottes Plan verbessern zu wollen und einen Notbehelf zu erfinden, indem sie bei dieser und jener Gelegenheit ihre guten Gefühle hervortreten lassen und damit Gottes Anforderungen durchkreuzen. Gott fordert alle auf, ihren Einfluß für seine Einrichtungen geltend zu machen. Er hat seinen Plan kundgetan und alle, die mit ihm wirken wollen, müssen diesen Plan ausführen anstatt zu versuchen, ihn zu verbessern. Der Herr unterwies Mose für Israel: „Gebiete den Kindern Israel, daß sie zu dir bringen das allerreinste, lautere Öl von Ölbäumen, gestoßen, zur Leuchte, daß man täglich Lampen aufsetze.“ 2. Mose 27:20. Diese Gabe sollte fortgesetzt werden, damit Gottes Haus mit dem, was zum Gottesdienst notwendig war, richtig versorgt wäre. Gottes gegenwärtiges Volk bedenke, daß das Bethaus des Herrn Eigentum ist und gewissenhaft versorgt werden muß; aber die Gelder zu diesem Zweck dürfen nicht vom Zehnten genommen werden. Einige behaupten, daß der Zehnte für Schulzwecke verwandt werden darf; andre meinen, daß die Kolporteure davon unterstützt werden sollten. Aber es wird ein großer Irrtum begangen, wenn der Zehnte dem Zwecke entzogen wird, für den er bestimmt ist: zur Unterhaltung der Prediger. Es sollten heute hundert gut befähigte Evangeliumsarbeiter stehen, wo jetzt nur einer ist. „Von allem, was du mir gibst“, sagte Jakob, „will ich dir den Zehnten geben.“ 1. Mose 28:22. Sollten wir, die wir uns der vollen Erkenntnis und Freiheit des Evangeliums erfreuen, uns damit begnügen, Gott weniger zu geben als jene, die damals unter ungünstigeren Verhältnissen lebten? Sind nicht unsere Verpflichtungen größer, weil die Segnungen größer sind, die wir genießen? Aber wie gering schätzt man sie ein, wie töricht ist das Bemühen, unsere Zeit, unser Geld wie auch unsere Liebe mit geradezu mathematischer Genauigkeit gegen die unermeßliche Liebe und gegen ein Geschenk von unbegreiflichem Wert aufrechnen zu wollen! Der Zehnte für Christus! Welch dürftiger, beschämender Lohn für etwas, das so wertvoll ist! Vom Kreuz auf Golgatha ruft Christus zu rückhaltloser Hingabe auf. Alles, was wir haben, alles, was wir sind, sollte Gott geweiht sein. Damit sollte uns klar sein, dass jeder mit dem zehnten Gott ehrt und lobt. Danken wir unseren Herrn, dass er uns durch sein Wort und Ellen White so tolle Worte zur Verfügung stellt wie wir den zehnten Teil der Ernte Gott übergeben.